Die Geschichte des Bernsteins

260 Millionen Jahre – soweit muss man zurückgehen, möchte man die Geschichte des Bernsteins erzählen. Zu dieser Zeit nämlich erstarrte das zähe Harz bestimmter Nadelbäume, und wurde im Laufe der Jahrmillionen zu der Substanz, die wir heute als Bernstein kennen. Erstmals schriftliche Erwähnung findet der beliebte Schmuckstein um 1000 v. Chr. auf den Listen assyrischer Juweliere. Die Griechen gaben ihm später den Namen „Tränen der Götter“. Doch die Schönheit des fossilen Baumharzes begeisterte die Menschen lange vor der klassischen Antike. 1933 förderten Archäologen eine von eiszeitlichen Jägern mit Tiermotiven verzierte Bersteinplatte zu Tage, dessen Alter sie auf etwa 16.000 Jahre schätzten. Der älteste Bersteinfund aber ist nach vorsichtigen Schätzungen um die 30.000 Jahre alt. Das schlichte Amulett dürfte der Beweis dafür sein, das schon die Steinzeitmenschen dem Zauber des schönen Schmucksteins erlegen waren.

Weiß man heute genau, dass es sich bei dem Schmuckstein um die Absonderung fossiler Bäume handelt, waren die Vermutungen über seine Herkunft in der Vergangenheit oft abenteuerlich. Im Mittelalter setzte sich auf Grund der Tatsache, dass Bernstein vom Meer angespült wird, die Annahme durch, die meist bräunlich gefärbten Steine seien Absonderungen des Pottwals.

Immer galt der Bernstein als seltene Kostbarkeit. Lange Zeit war es den den Küstenbewohnern bei Todesstrafe verboten, den seltenen Stein zu sammeln. Bis in das 19. Jahrhundert hinein besaßen ausschließlich die brandenburgisch-preußischen Könige das Privileg, mit dem edlen Harz zu handeln. Das berühmteste Objekt aus dem faszinierenden Material ist wohl das nach dem zweiten Weltkrieg als verschollen geltende Bernsteinzimmer, und bis heute verarbeiten die Menschen Bernstein zu Schmuckstücken von besonderer Schönheit.

Die Bedeutung des Bernsteins geht aber weit über den Wert als Schmuckstein hinaus: Die Einschlüssen von fossilen Insekten und Pflanzenresten geben uns einmalige Einblicke in vergangene Zeiten und faszinieren Wissenschaftler immer wieder aufs Neue. Auf diese Weise wird der Bernstein selbst zum besten Geschichtenerzähler.

Bernsteinschmuck

Die Geschichte des Bernsteins

260 Millionen Jahre – soweit muss man zurückgehen, möchte man die Geschichte des Bernsteins erzählen. Zu dieser Zeit nämlich erstarrte das zähe Harz bestimmter Nadelbäume, und wurde im Laufe der Jahrmillionen zu der Substanz, die wir heute als Bernstein kennen. Erstmals schriftliche Erwähnung findet der beliebte Schmuckstein um 1000 v. Chr. auf den Listen assyrischer Juweliere. Die Griechen gaben ihm später den Namen „Tränen der Götter“. Doch die Schönheit des fossilen Baumharzes begeisterte die Menschen lange vor der klassischen Antike. 1933 förderten Archäologen eine von eiszeitlichen Jägern mit Tiermotiven verzierte Bersteinplatte zu Tage, dessen Alter sie auf etwa 16.000 Jahre schätzten. Der älteste Bersteinfund aber ist nach vorsichtigen Schätzungen um die 30.000 Jahre alt. Das schlichte Amulett dürfte der Beweis dafür sein, das schon die Steinzeitmenschen dem Zauber des schönen Schmucksteins erlegen waren.

Weiß man heute genau, dass es sich bei dem Schmuckstein um die Absonderung fossiler Bäume handelt, waren die Vermutungen über seine Herkunft in der Vergangenheit oft abenteuerlich. Im Mittelalter setzte sich auf Grund der Tatsache, dass Bernstein vom Meer angespült wird, die Annahme durch, die meist bräunlich gefärbten Steine seien Absonderungen des Pottwals.

Immer galt der Bernstein als seltene Kostbarkeit. Lange Zeit war es den den Küstenbewohnern bei Todesstrafe verboten, den seltenen Stein zu sammeln. Bis in das 19. Jahrhundert hinein besaßen ausschließlich die brandenburgisch-preußischen Könige das Privileg, mit dem edlen Harz zu handeln. Das berühmteste Objekt aus dem faszinierenden Material ist wohl das nach dem zweiten Weltkrieg als verschollen geltende Bernsteinzimmer, und bis heute verarbeiten die Menschen Bernstein zu Schmuckstücken von besonderer Schönheit.

Die Bedeutung des Bernsteins geht aber weit über den Wert als Schmuckstein hinaus: Die Einschlüssen von fossilen Insekten und Pflanzenresten geben uns einmalige Einblicke in vergangene Zeiten und faszinieren Wissenschaftler immer wieder aufs Neue. Auf diese Weise wird der Bernstein selbst zum besten Geschichtenerzähler.